Steht das Delfinarium Duisburg vor dem Aus?

Anhörung vor dem Landtag in Düsseldorf beschäftigt sich mit Delfinhaltung

Pressemeldung der Firma WDC, Whale and Dolphin Conservation gGmbH

Am 28. April 2014 findet um 14:00 Uhr im Landtag Düsseldorf eine öffentliche Anhörung zur Schließung des Delfinariums in Duisburg statt. Sollte der Antrag der Piraten angenommen werden, muss das achte von ehemals neun Delfinarien in Deutschland schließen.

Die artgerechte Haltung von Delfinen wird seit Langem kontrovers diskutiert. Eine Reihe von Delfinarien musste schließen. International werden Gesetze diskutiert und erlassen, die die Haltung von Delfinen und weiteren Arten verbieten. Dr. Karsten Brensing, Mitarbeiter der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDC, hat selbst viele Jahre mit gefangenen Tieren gearbeitet und ist überzeugt davon, dass Delfine grundsätzlich nicht artgerecht gehalten werden können. Er ist als Sachverständiger der Grünen zu der Anhörung geladen.

Er legt in seiner Stellungnahme den Schwerpunkt auf das komplexe Sozialleben der Tiere und betont „Delfine leben in Duisburg in einer völlig unnatürlichen Gruppenstruktur. In Freiheit leben die Geschlechter getrennt. Bringt man, wie in Duisburg, ein ausgewachsenes Männchen in die Gruppe, dann dominiert es alle anderen Tiere. Gleichzeitig hat es keinen natürlichen Sozialpartner.“ Das Resultat des unnatürlichen Soziallebens ist, wie die Akteneinsicht von WDC im Nürnberger Delfinarium zeigte: häufige Aggression und ein gestörtes Sozialverhalten, die mit Psychopharmaka und Hormonen behandelt werden. So sieht keine artgerechte Lebensweise aus. Der Leidensdruck für die betroffenen Delfine ist groß.

Brensing fordert daher in seiner Stellungnahme:

· eine Präzisierung des sogenannten Säugetiergutachtens, das die Haltungsbedingungen in deutschen Zoos regelt, unter Berücksichtigung der geltenden Rechtslage,

· den Bau eines Außengeheges wie im Säugetiergutachten gefordert,

· einen sofortigen Zuchtstopp bis angemessene Haltungsbedingungen ermöglicht werden bzw.

· die Überführung der Tiere in ein Meeresgehege, in dem sie ein nahezu natürliches Leben führen können,

· eine vollständige und uneingeschränkte Einsicht in die Akten des Zoos Duisburg durch die zuständigen Stellen und einen öffentlichen Zugang zu den Daten.

Die internationale Wal und Delfinschutzorganisation WDC bietet der Landesregierung ihre Unterstützung bei der Lösung der Probleme an.



Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:
WDC, Whale and Dolphin Conservation gGmbH
Altostraße 43
81245 München
Telefon: +49 (89) 6100-2393
Telefax: +49 (89) 6100-2394
http://www.wdcs-de.org

Ansprechpartner:
Dr. Karsten Brensing
Wissenschaftlicher Leiter WDC
+49 (89) 45819943



Weiterführende Links

Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die Huber Verlag für Neue Medien GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die Huber Verlag für Neue Medien GmbH gestattet.

Comments are closed.